20150213 Südostbayerische Rundschau

Bezirkszeitung für den 1. Wiener Gemeindebezirk
27.10.2015 Radio Wienerlied Stammtisch

 Wien: Augustinerkeller | Es war eine Bombenstimmung im Augustinerkeller bei Stammtisch Radio Wienerlied.
Bis auf den letzten Platz war alles besetzt.

Das Wienerlied hatte wieder kann man wohl sagen die Oberhand bzw. Oberstimme. Erich und Marion Zib (Vater und Tochter) waren die musikalische Begleitung mit Gesang garniert. Michael Perfler hat uns wie immer mit seiner Stimme viel Freude bereitet.
Als Gäste war da das Duo „Innviertler Packl“ Felix Ploner und Hans Weiner sie spielten uns auch einige Wienerlieder aus der unteren Lad.
Frau Luise Seitler gab uns wieder wunderbare Gedichte zum Besten.
Es war ein wunderschöner Abend.
Es gab wieder“Gute Schmankerln“ aus der Küche von Augustinerkeller.
Liebe Grüße Fam. Renate Blatterer

20160406 Südostbayerische Rundschau

20171103 Südostbayerische Rundschau

Konkurrenz für die Trapp-Familie

 Ploner-Dirndl treten beim "Wiener Lieder"-Abend in der Kleinkunstbühne auf
von Hannelore Bohm

 Felix Ploner junior (von links) und seine Töchter Stella und Valerie mit Hans Weiner. − Foto: Hannelore Bohm

 

Laufen. Er war schon zum dritten Mal in der Kleinkunstbühne Laufen mit Wiener Liedern: Hans Weiner.Und das Lokal war auch jetzt wieder voll. Mit dabei war auch diesmal Felix Ploner junior aus Sankt Pantaleon. Die beiden firmieren als "Innviertler Packl" und ernten stets Applaus – der eine mit der Ziach (Ploner), der andere mit der Gitarre.

 

Und dass es da Unterschiede zur bayerisch-salzburgischen Volksmusik gibt, erklärte Hans Weiner. Weil die Familie Ploner schon seit Jahrzehnten für Volksmusik gut ist, wundert es nicht, dass auch der Nachwuchs gefördert wird. Die beiden Töchter von Felix, Valerie und Stella, traten an diesem Abend ebenfalls auf: die Große (Valerie) mit Geige und Gesang, und die Kleine sang mit.

 

Was die beiden zuerst vortrugen, war das Lied vom "Edelweiß", das alle Amerikaner und andere Gäste verlangen, wenn sie an die Geschichte der Trapp-Familie denken, die ja so erfolgreich vermarktet wird. Einen Haken gibt es dabei aber: Das Edelweißlied stammt gar nicht aus Österreich, sondern von zwei Amerikanern, komponiert für den Film "Sound Of Music". Die Salzburger hatten keine Aufführungsgenehmigung für ein "echtes Volkslied" erteilt.

 

Diese Geschichte erzählte Hans Weiner. Er selbst ist mit seinem Compagnon Mitglied im Volksmusikverband. Und seine Wiener Lieder, die liegen ihm am Herzen, die pflegt er mit Hingabe. Und dass seine Mutter aus Wien stammt, passte zum Lied "Mei Muatterl war a Weanerin". Das Repertoire an Wiener Liedern dreht sich bekanntlicherweise um drei Themen: Die Liab, den Wein und den Tod. Da haben die Wiener so ein ganz besonderes Verhältnis dazu, zum Zentralfriedhof zu Beispiel – und das Lied vom Fiaker durfte denn auch nicht fehlen, genauso wie viele andere bekannte Weisen (Heut’ komman d´ Engerl auf Urlaub nach Wean", "Mein Vater war a Hausherr und ein Seidenfabrikant", das Lied vom früheren Leben als "Reblaus" und viele andere.

 

Weil das Wiener Lied aber weiterlebt, brachte das Innviertler Packl auch neuere Stücke zu Gehör, und Hans Weiner hatte dazu auch passende moderne Texte parat, die er vortrug. Die Zeit verging wie im Flug. Und am Schluss gab es statt der Zugaben dann ein Wunschkonzert. Da kamen alle nochmal auf ihre Kosten.